118361-01
Binder, Wilhelm (Hrsg.)
Prachtvolle Mappe anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums der Firma Wilhelm Binder in Schwäbisch Gmünd.

(Schwäbisch Gmünd, 1918). - (42,5 x 34 cm). Mit weißgehöhten montierten Tuschezeichnungen auf 37 Bll. aus festem Karton, kalligraphisch schön beschriftet. Lose in grüner Wildleder-Mappe, auf dem Vorderdeckel großes silbernes Mittelstück mit der Punze "WTB" im Zentrum, floral umrankt, und den Jahreszahlen "1868" links und "1918" rechts, einem geflügelten Zahnrad darüber und drei stilisierten Wappen darunter, mit silberner Kanteneinfassung und vier großen Eckfleurons. Der Rückendeckel ebenso, lediglich ohne das Mittelstück.

Vermutlich einziges Exemplar dieser äußerst aufwändig gearbeiteten prachtvollen Mappe anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums, möglicherweise bestimmt für den Firmeninhaber. - Die ersten 6 Blätter zeigen 32 montierte und meist aquarellierte Tuschzeichnungen von Gravier- und Damaszierungen aus den Jahren 1873-1901 in natürlicher Größe. Die übrigen 31 Blätter mit montierten, weißgehöhten Tuschzeichnungen mit plastischen Produktentwürfen aus der 50-jährigen Geschäftstätigkeit meist in halber Originalgröße, darunter Pokale, Weihwasserkessel, Kerzenleuchter, Obstkörbe und -schalen, Kaffeegarnituren, Jardiničren, Tafelaufsätze, Vasen etc. - Die 1868 in Schwäbisch Gmünd gegründete Silberwarenfabrik Wilhelm Binder zählte insbesondere in der Zeit zwischen 1870 und 1920 zu den bekannten deutschen Silberschmieden, die vornehmlich 800er und 925er Silber verarbeiteten. Ihre luxuriösen Produkte weisen neben dem Reichssilberstempel und dem Feingehalt auch "WTB" als Herstellerpunze auf. - Die Mappe ist innen mit grünem bzw. cremefarbenem Seidenmoirée bezogen, der deutliche Gebrauchspuren und Fehlstellen aufweist. Die Tafeln und das Äußere der Mappe sind sehr gut erhalten. - Nicht nur ein bedeutendes und überaus seltenes Stück Schwäbisch Gmünder Firmengeschichte, sondern auch ein wichtiges Dokument zur Entwicklung des Silberschmiedehandwerks.


4.800 €