119857-01
Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst für Glashüttenbesitzer und Cameralisten mit Rücksicht auf die neuen Grundsätze der Chemie. Nach dem Französischen des Bürger Loysel und nach eigenen Erfahrungen bearbeitet.
Frankfurt, Andreä, 1802. - (25 x 20 cm). XVII, 274 S. Mit 10 gefalteten Kupfertafeln. Halblederband der Zeit.
Erste deutsche Ausgabe der ersten deutschen Glastechnologie seit Kunckel. - Loysels "Essai sur l'art de la verrerie" wurde hierzu übersetzt und frei bearbeitet durch Carl Wigand Tabor (1755-1834), kurmainzischer Hofrat, Inspektor der Manufakturen und letzter Direktor der Lohrer Spiegelhütte. In der Vorrede des vorliegenden Bandes beklagt Tabor die mangelnde Qualität der deutschen Glasproduktion: "Immer noch ist die Glasmacherkunst ein Geheimniß, das gewissen Glasmeistern eigen zu seyn scheint, das von Vater auf Sohn blos empirisch forterbt, eben deswegen keine große Fortschritte gemacht hat, und sich fast noch in dem nämlichen Zustande befindet, in welchem es vor 100 und mehr Jahren war" (Vorrede). Deshalb will er durch die vorliegende Übersetzung und Bearbeitung die deutsche Glasmacherkunst sowohl theoretisch, wie auch praktisch auf ein modernes Niveau heben und hat dazu Loysels Text vor allem in den mathematisch-chemischen Passagen durch Vereinfachungen verständlicher gemacht und durch einen Tafelteil ergänzt. - 1818 erschien ein "zweyter oder praktischer Theil", der ausschließlich die Erfahrungen und Beobachtungen von Tabor enthält und hier, wie fast immer, fehlt. - Durchgehend leicht stockfleckig bzw. gebräunt. Hinterer Einbanddeckel mit Schabspur und die Ecken etwas bestoßen. Insgesamt gut erhalten. - Duncan 8124
Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst für Glashüttenbesitzer und Cameralisten mit Rücksicht auf die neuen Grundsätze der Chemie. Nach dem Französischen des Bürger Loysel und nach eigenen Erfahrungen bearbeitet.
Frankfurt, Andreä, 1802. - (25 x 20 cm). XVII, 274 S. Mit 10 gefalteten Kupfertafeln. Halblederband der Zeit.
Erste deutsche Ausgabe der ersten deutschen Glastechnologie seit Kunckel. - Loysels "Essai sur l'art de la verrerie" wurde hierzu übersetzt und frei bearbeitet durch Carl Wigand Tabor (1755-1834), kurmainzischer Hofrat, Inspektor der Manufakturen und letzter Direktor der Lohrer Spiegelhütte. In der Vorrede des vorliegenden Bandes beklagt Tabor die mangelnde Qualität der deutschen Glasproduktion: "Immer noch ist die Glasmacherkunst ein Geheimniß, das gewissen Glasmeistern eigen zu seyn scheint, das von Vater auf Sohn blos empirisch forterbt, eben deswegen keine große Fortschritte gemacht hat, und sich fast noch in dem nämlichen Zustande befindet, in welchem es vor 100 und mehr Jahren war" (Vorrede). Deshalb will er durch die vorliegende Übersetzung und Bearbeitung die deutsche Glasmacherkunst sowohl theoretisch, wie auch praktisch auf ein modernes Niveau heben und hat dazu Loysels Text vor allem in den mathematisch-chemischen Passagen durch Vereinfachungen verständlicher gemacht und durch einen Tafelteil ergänzt. - 1818 erschien ein "zweyter oder praktischer Theil", der ausschließlich die Erfahrungen und Beobachtungen von Tabor enthält und hier, wie fast immer, fehlt. - Durchgehend leicht stockfleckig bzw. gebräunt. Hinterer Einbanddeckel mit Schabspur und die Ecken etwas bestoßen. Insgesamt gut erhalten. - Duncan 8124
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