117027-01
Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen.
Stuttgart, Cotta, (1780). - (20 x 16 cm). (8) 44 S. Marmorierter Pappband aus altem Material.
Erste Ausgabe von Schillers erster selbständiger Veröffentlichung, ein Rarissimum der Schiller-Literatur. In dieser höchst bemerkenswerten Dissertation behandelt er den Einfluss der Psyche auf den menschlichen Körper; mit verdeckten Zitaten aus seinen damals noch unveröffentlichten Räubern. - Schiller, der sein Studium mit großem Ernst und unter Einsatz aller Kräfte betrieben hat, bekam für seine Bemühungen als Bester 1779 drei Preise, in Arzneimittellehre sowie in äußerer und innerer Heilkunde. Für seine Dissertation benötigte er jedoch 3 Anläufe. Der erste Versuch wurde als "weitläufig und ermüdend" abgetan und beim zweiten bemängelten die Professoren die zu kurze Ausarbeitungszeit. Erst mit der dritten, hier vorliegenden Streitschrift, einer Synthese aus Medizin und Philosophie, fand Schiller Anklang bei seinen Prüfern. Reuß, Consbruch und Klein schrieben an Herzog Karl Eugen: "Wir loben den Verfasser, daß er ein so schweres Thema mit vielem Genie behandelt und nicht allein gute Schriftsteller schicklich benutzt, sondern auch selbsten über die Materie gedacht hat". Schiller wendet sich hier bereits von der traditionellen Säfte- und Faserlehre ab und dem Verständnis von Krankheit als Folge einer psychophysischen Wechselwirkung zu. Damit weist Schiller die Medizin schon früh auf die Bedeutung der Psychosomatik hin. In seiner "Seelenlehre" betrachtet er den Menschen bereits ganzheitlich, ähnlich wie es in der neuzeitlichen Medizin Anwendung findet. - Durchgehend leicht stockfleckig, Titel und letztes Blatt gering angestaubt, sonst wohlerhalten. - Borst 402
Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen.
Stuttgart, Cotta, (1780). - (20 x 16 cm). (8) 44 S. Marmorierter Pappband aus altem Material.
Erste Ausgabe von Schillers erster selbständiger Veröffentlichung, ein Rarissimum der Schiller-Literatur. In dieser höchst bemerkenswerten Dissertation behandelt er den Einfluss der Psyche auf den menschlichen Körper; mit verdeckten Zitaten aus seinen damals noch unveröffentlichten Räubern. - Schiller, der sein Studium mit großem Ernst und unter Einsatz aller Kräfte betrieben hat, bekam für seine Bemühungen als Bester 1779 drei Preise, in Arzneimittellehre sowie in äußerer und innerer Heilkunde. Für seine Dissertation benötigte er jedoch 3 Anläufe. Der erste Versuch wurde als "weitläufig und ermüdend" abgetan und beim zweiten bemängelten die Professoren die zu kurze Ausarbeitungszeit. Erst mit der dritten, hier vorliegenden Streitschrift, einer Synthese aus Medizin und Philosophie, fand Schiller Anklang bei seinen Prüfern. Reuß, Consbruch und Klein schrieben an Herzog Karl Eugen: "Wir loben den Verfasser, daß er ein so schweres Thema mit vielem Genie behandelt und nicht allein gute Schriftsteller schicklich benutzt, sondern auch selbsten über die Materie gedacht hat". Schiller wendet sich hier bereits von der traditionellen Säfte- und Faserlehre ab und dem Verständnis von Krankheit als Folge einer psychophysischen Wechselwirkung zu. Damit weist Schiller die Medizin schon früh auf die Bedeutung der Psychosomatik hin. In seiner "Seelenlehre" betrachtet er den Menschen bereits ganzheitlich, ähnlich wie es in der neuzeitlichen Medizin Anwendung findet. - Durchgehend leicht stockfleckig, Titel und letztes Blatt gering angestaubt, sonst wohlerhalten. - Borst 402
38.000 €