118045-01
Andeutung, Einer unerhörten newen Wunderkunst. Welche der Geist Gottes, in etlichen Prophetischen, und Biblischen GeheimnußZahlen, biß auff die letzte Zeit hat wöllen versigelt und verborgen halten ... Mit unwiderleglichen Demonstrationibus an das Liecht gestellet.
Nürnberg, Wagenmann für Miller in Ulm, 1613. - (19,5 x 15,5 cm). 12 Bll. Moderner Pappband.
Einzige deutsche Ausgabe "von hervorragender Seltenheit" (Ackermann). Faulhaber deutet hier die apokalyptischen Zahlen als Pyramidalzahlen. - Exemplar aus der Bibliothek des Mediävisten und Medizinhistorikers Gerhard Eis mit dessen Stempel und handschriftlicher Nummer im vorderen Innenspiegel. - Der berühmte Ulmer Rechenmeister und Festungsbauingenieur Faulhauber (1580-1635), Mitglied der Rosenkreuzer, beschäftigte sich auch mit Alchemie, Astrologie und Zahlenmystik. Durch seine Vorhersagungen und kabbalistischen Zahlenspekulationen erregte er das Missfallen der Ulmer Kirchenbehörde und musste zeitweilig die Stadt verlassen. "Er hatte eine etwas eigenthümliche mystische, cabbalistische und alchymistische Richtung, spürte eifrig den Geheimnissen, die er in den Zahlen der Bibel, namentlich in Daniel und der Apokalypse vermuthete, nach, fand, daß diese Zahlen figurirte seien und sprach die Ansicht aus, Gott habe sich in den Prophezeiungen der heiligen Schrift der Pyramidalzahlen bedient. Diese Anschauungen zogen ihm manche Widerwärtigkeiten zu... Auch der Gesellschaft der Rosenkreuzer trat er bei und glaubte alles Ernstes Gold machen zu können" (ADB). - Einband berieben, sonst nahezu fleckenfrei und gut erhalten. - DSB 4, 549; VD17 23:232290Z; Ackermann I, 405; Hawlitschek, Faulhaber S. 155
Andeutung, Einer unerhörten newen Wunderkunst. Welche der Geist Gottes, in etlichen Prophetischen, und Biblischen GeheimnußZahlen, biß auff die letzte Zeit hat wöllen versigelt und verborgen halten ... Mit unwiderleglichen Demonstrationibus an das Liecht gestellet.
Nürnberg, Wagenmann für Miller in Ulm, 1613. - (19,5 x 15,5 cm). 12 Bll. Moderner Pappband.
Einzige deutsche Ausgabe "von hervorragender Seltenheit" (Ackermann). Faulhaber deutet hier die apokalyptischen Zahlen als Pyramidalzahlen. - Exemplar aus der Bibliothek des Mediävisten und Medizinhistorikers Gerhard Eis mit dessen Stempel und handschriftlicher Nummer im vorderen Innenspiegel. - Der berühmte Ulmer Rechenmeister und Festungsbauingenieur Faulhauber (1580-1635), Mitglied der Rosenkreuzer, beschäftigte sich auch mit Alchemie, Astrologie und Zahlenmystik. Durch seine Vorhersagungen und kabbalistischen Zahlenspekulationen erregte er das Missfallen der Ulmer Kirchenbehörde und musste zeitweilig die Stadt verlassen. "Er hatte eine etwas eigenthümliche mystische, cabbalistische und alchymistische Richtung, spürte eifrig den Geheimnissen, die er in den Zahlen der Bibel, namentlich in Daniel und der Apokalypse vermuthete, nach, fand, daß diese Zahlen figurirte seien und sprach die Ansicht aus, Gott habe sich in den Prophezeiungen der heiligen Schrift der Pyramidalzahlen bedient. Diese Anschauungen zogen ihm manche Widerwärtigkeiten zu... Auch der Gesellschaft der Rosenkreuzer trat er bei und glaubte alles Ernstes Gold machen zu können" (ADB). - Einband berieben, sonst nahezu fleckenfrei und gut erhalten. - DSB 4, 549; VD17 23:232290Z; Ackermann I, 405; Hawlitschek, Faulhaber S. 155
2.900 €