119378-01
Taufurkunde einer von Borsig in Berlin für die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft hergestellten Lokomotive, mit dem Namen "Bode". Deutsche Handschrift auf festem Velin.
(Berlin), 24.4.1852. - (35,5 x 24 cm). Doppelblatt mit kalligraphiertem Text und farbiger Hervorhebung des Namens auf der ersten Seite. Am unteren Rand eigenhändig unterschrieben von den sieben Direktoren der Eisenbahn-Gesellschaft. Im oberen Virtel mit kolorierter Federzeichnung der Lokomotive (8,5 x 16,5 cm).
Äußerst dekorative Urkunde mit sehr sauber gezeichneter und in schönen satten Farbtönen gouachierter Darstellung der Lokomotive. Sie gehörte zu den ersten 500 Lokomotiven, die Borsig seit seiner Gründung 1837 in Berlin produziert hat. Mit klarem Vorsprung gewann bereits 1840 die erste Lokomotive mit dem Namen "Borsig" eine Wettfahrt von Berlin nach Jüterbog gegen eine, von George Stephenson gebaute, britische Lokomotive und Borsig konnte damit zeigen, dass in Deutschland Lokomotiven gebaut wurden, die den britischen Fabrikaten ebenbürdig waren. Die Firma stieg unaufhaltsam zu Europas größtem Lokomotivproduzenten auf. - Der Name "Bode" ist nicht von einem der vielen prominenten Persönlichkeiten entlehnt, sondern kommt vom linken Zufluss der Saale in Sachsen-Anhalt. Die Unterzeichner waren das fast vollständige Direktorium der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn-Gesellschaft, mit dem vorsitzenden Direktor Fournier, seinem Stellvertreter Buck sowie den fünf Direktoren Koerner, Conrad, Meyer, Müller und Martini, einzig der sechste Direktor Hensch fehlt. - Offenbar wurde die erste "Bode" spätestens 1870 ausgemustert, da Borsig zu diesem Zeitpunkt eine neue Lokomotive mit gleichem Namen baute (die Borsig 2553/1870). Sie gehörte einer neueren, der dritten, Bauart an und war bis ca. 1900 im Dienst. - Da sich von der hier getauften Lokomotive fast nichts erhalten hat und die Gouache in der Urkunde ein "treues Ebenbild" der Lokomotive darstellt, ist diese von großem dokumentarischen Wert für die Geschichte der Eisenbahn und der Borsig-Werke. Insbesondere die Farbgebung dürfte das Original sehr getreu wiedergeben. - Die letzten drei Seiten unbeschrieben. - Vor einigen wenigen, sorgsam restaurierten, kleinen Randeinrissen abgesehen ein sehr schönes und sehr gut erhaltenes Exemplar
Taufurkunde einer von Borsig in Berlin für die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft hergestellten Lokomotive, mit dem Namen "Bode". Deutsche Handschrift auf festem Velin.
(Berlin), 24.4.1852. - (35,5 x 24 cm). Doppelblatt mit kalligraphiertem Text und farbiger Hervorhebung des Namens auf der ersten Seite. Am unteren Rand eigenhändig unterschrieben von den sieben Direktoren der Eisenbahn-Gesellschaft. Im oberen Virtel mit kolorierter Federzeichnung der Lokomotive (8,5 x 16,5 cm).
Äußerst dekorative Urkunde mit sehr sauber gezeichneter und in schönen satten Farbtönen gouachierter Darstellung der Lokomotive. Sie gehörte zu den ersten 500 Lokomotiven, die Borsig seit seiner Gründung 1837 in Berlin produziert hat. Mit klarem Vorsprung gewann bereits 1840 die erste Lokomotive mit dem Namen "Borsig" eine Wettfahrt von Berlin nach Jüterbog gegen eine, von George Stephenson gebaute, britische Lokomotive und Borsig konnte damit zeigen, dass in Deutschland Lokomotiven gebaut wurden, die den britischen Fabrikaten ebenbürdig waren. Die Firma stieg unaufhaltsam zu Europas größtem Lokomotivproduzenten auf. - Der Name "Bode" ist nicht von einem der vielen prominenten Persönlichkeiten entlehnt, sondern kommt vom linken Zufluss der Saale in Sachsen-Anhalt. Die Unterzeichner waren das fast vollständige Direktorium der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn-Gesellschaft, mit dem vorsitzenden Direktor Fournier, seinem Stellvertreter Buck sowie den fünf Direktoren Koerner, Conrad, Meyer, Müller und Martini, einzig der sechste Direktor Hensch fehlt. - Offenbar wurde die erste "Bode" spätestens 1870 ausgemustert, da Borsig zu diesem Zeitpunkt eine neue Lokomotive mit gleichem Namen baute (die Borsig 2553/1870). Sie gehörte einer neueren, der dritten, Bauart an und war bis ca. 1900 im Dienst. - Da sich von der hier getauften Lokomotive fast nichts erhalten hat und die Gouache in der Urkunde ein "treues Ebenbild" der Lokomotive darstellt, ist diese von großem dokumentarischen Wert für die Geschichte der Eisenbahn und der Borsig-Werke. Insbesondere die Farbgebung dürfte das Original sehr getreu wiedergeben. - Die letzten drei Seiten unbeschrieben. - Vor einigen wenigen, sorgsam restaurierten, kleinen Randeinrissen abgesehen ein sehr schönes und sehr gut erhaltenes Exemplar
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