114678-01
Institutiones geometricae...
Paris, Wechel, 1532. - (33,5 x 22,5 cm). (8) 185 (3) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss, zahlreichen Textholzschnitten, davon 9 ganzseitig und 3 halbseitig, sowie den beiden ausfaltbaren Verlängerungsstücken auf den Seiten 179 und 181. Moderner Halbpergamentband im Stil der Zeit.
Erste lateinische Ausgabe der "Unterweisung der Messung", seinem geometrischen Hauptwerk und einem Meisterwerk der Perspektive bzw. der Kunsttheorie. Die vorliegende Übersetzung von seinem Freund J. Camerarius ist seltener als die Originalausgabe. - "Dieses Buch war die erste der kunsttheoretischen Schriften, die Albrecht Dürer gegen Ende seines Lebens verfaßte. Ihr unmittelbarer Zweck war, die Anwendung der praktischen Geometrie auf das Zeichnen und Malen zu erläutern und die Grundsätze der Perspektive zu lehren. Diese Verfahren sollten auf Baukunst, Malerei, Druckschriften (Dürer entwarf sowohl Antiqua- als auch Fraktur-Buchstaben) und Ornamentik im allgemeinen Anwendung finden, und das Buch wendet sich folglich nicht nur an Maler und Graphiker, sondern auch an Bildhauer, Architekten, Goldschmiede, Steinmetzen und andere Kunsthandwerker. Das Werk gliedert sich in vier Bücher, die sich mit Problemen der linearen Geometrie und zweidimensionalen Figuren, mit der Konstruktion regelmäßiger Vielecke und der praktischen Anwendung der Geometrie auf Architektur, Technik, Typographie usw. befassen, und es schließt mit einer Erörterung dreidimensionaler Körper, der Stereometrie und der Perspektive" (PMM). Der Mathematiker Peter Schreiber beschreibt das Werk als "eine einzigartige Mischung aus elementaren Irrtümern und genialen, zum Teil der allgemeinen Entwicklung der Mathematik weit vorauseilenden Ideen" (Schoch, Mende, Scherbaum, S. 168). Von den mit größter Perfektion ausgeführten Holzschnitten und Diagrammen veranschaulichen einige die zur Anfertigung von Zeichnungen mit mechanischen Mitteln nötigen Apparate. Enthalten sind auch die berühmten Darstellungen "Der Porträtzeichner" und "Der Lautenzeichner", jeweils monogrammiert und mit der Jahreszahl 1530 versehen. - Stellenweise gering fingerfleckig. Die ersten acht Blätter im unteren Rand teils mit kleinem Fleckenrand bzw. ausgebesserten kleinen Fehlstellen. Einige Blätter mit geringer Wurmspur in der linken oberen Ecke (weit außerhalb des Textes). Insgesamt gut erhaltenes und vollständiges Exemplar. - Adams D 1045; Mortimer, French Books 182; Wellcome 1922; vgl. PMM 54 (deutsche EA)
Institutiones geometricae...
Paris, Wechel, 1532. - (33,5 x 22,5 cm). (8) 185 (3) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss, zahlreichen Textholzschnitten, davon 9 ganzseitig und 3 halbseitig, sowie den beiden ausfaltbaren Verlängerungsstücken auf den Seiten 179 und 181. Moderner Halbpergamentband im Stil der Zeit.
Erste lateinische Ausgabe der "Unterweisung der Messung", seinem geometrischen Hauptwerk und einem Meisterwerk der Perspektive bzw. der Kunsttheorie. Die vorliegende Übersetzung von seinem Freund J. Camerarius ist seltener als die Originalausgabe. - "Dieses Buch war die erste der kunsttheoretischen Schriften, die Albrecht Dürer gegen Ende seines Lebens verfaßte. Ihr unmittelbarer Zweck war, die Anwendung der praktischen Geometrie auf das Zeichnen und Malen zu erläutern und die Grundsätze der Perspektive zu lehren. Diese Verfahren sollten auf Baukunst, Malerei, Druckschriften (Dürer entwarf sowohl Antiqua- als auch Fraktur-Buchstaben) und Ornamentik im allgemeinen Anwendung finden, und das Buch wendet sich folglich nicht nur an Maler und Graphiker, sondern auch an Bildhauer, Architekten, Goldschmiede, Steinmetzen und andere Kunsthandwerker. Das Werk gliedert sich in vier Bücher, die sich mit Problemen der linearen Geometrie und zweidimensionalen Figuren, mit der Konstruktion regelmäßiger Vielecke und der praktischen Anwendung der Geometrie auf Architektur, Technik, Typographie usw. befassen, und es schließt mit einer Erörterung dreidimensionaler Körper, der Stereometrie und der Perspektive" (PMM). Der Mathematiker Peter Schreiber beschreibt das Werk als "eine einzigartige Mischung aus elementaren Irrtümern und genialen, zum Teil der allgemeinen Entwicklung der Mathematik weit vorauseilenden Ideen" (Schoch, Mende, Scherbaum, S. 168). Von den mit größter Perfektion ausgeführten Holzschnitten und Diagrammen veranschaulichen einige die zur Anfertigung von Zeichnungen mit mechanischen Mitteln nötigen Apparate. Enthalten sind auch die berühmten Darstellungen "Der Porträtzeichner" und "Der Lautenzeichner", jeweils monogrammiert und mit der Jahreszahl 1530 versehen. - Stellenweise gering fingerfleckig. Die ersten acht Blätter im unteren Rand teils mit kleinem Fleckenrand bzw. ausgebesserten kleinen Fehlstellen. Einige Blätter mit geringer Wurmspur in der linken oberen Ecke (weit außerhalb des Textes). Insgesamt gut erhaltenes und vollständiges Exemplar. - Adams D 1045; Mortimer, French Books 182; Wellcome 1922; vgl. PMM 54 (deutsche EA)
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