106704-01
(Andreae, Johann Valentin).
Chymische Hochzeit: Christiani Rosencreütz. Anno 1459. Arcana publicata vilescunt: & gratiam prophanata amittunt. Ergo: ne Margaritas obijce porcis, seu Asino substerne rosas.

Straßburg, C. Scher für L. Zetzner, 1616. - (15,5 x 9,5 cm). 146 (2) S. Mit Holzschnitt-Verlegermarke auf dem Titel, Holzschnitt-Druckermarke auf dem letzten Blatt und einigen Holzschnitt-Kryptogrammen. Moderner Halbpergamentband im Stil der Zeit.

Erste Ausgabe. Im gleichen Jahr erschienen noch drei weitere Varianten, die sich in den Verlagsangaben und der Paginierung unterscheiden. "Der Erstdruck ist derjenige mit dem Kolophon 'Straßburg/ Simplex spes (Drucksignet) Prudentia firma. Gedruckt bey Conrad Scher/ Jm Jahr/ M.DC.XVI.' Noch während der Drucklegung wird das Drucksignet beschädigt worden sein, sodass die zuletzt gedruckten Exemplare bloss das gekürzte Kolophon aufweisen" (Gilly). - Eine der Hauptschriften der Rosenkreuzer. Sie ist ein mit literarischen Anspielungen gesättigtes Märchen über die Prüfung, Einweihung, Gefährdung und wunderbare Errettung. Ihre Deutung ist vielschichtig und reicht von rein alchemistisch-technisch bis hin zu christlich-spiritualistisch und psychologisch. Christianus Rosencreutz ist das Pseudonym von Johann Valentin Andreae. "Die 'Chymische Hochzeit' ist bekanntlich die einzige R.C.-Schrift, zu der sich Andreae in der 'Vita' als Verfasser bekennt... (Sie) gehört zu den bekanntesten und meistgelesenen Schriften von Andreae; sie ist aber auch die schwierigste von allen" (Gilly). - Titel gering fleckig und mit altem Stempel. Papierbedingt leicht gebräunt. Druckmarginalien vereinzelt gering angeschnitten. Insgesamt gut erhalten. - VD17 23:000604B; Ferguson II, 288; Reiss 61/449 (ausführliche Variantenbestimmung); Gardner 31; Gilly, Cimelia rhodostaurotica 80 (sehr ausführlich); vgl. Bolton 948; Brüning 1123-1125; Dünnhaupt 263/15 (jeweils andere Varianten)


17.000 €