113610-01
Archiv für Magnetismus und Somnambulismus.
Hrsg. (Johann Lorenz) Boeckmann. Hefte 3-7 (von 8).

Straßburg, Akademische Buchhandlung, 1787-88. - (17,5 x 10,5 cm). 106 S./ 96 S./ 104 S./ 104 S./ 112 S. Broschuren der Zeit.

Hier ein Teilstück der sehr seltenen ersten Zeitschrift über Mesmerismus. - Der angesehene Karlsruher Physiker Boeckmann (1741-1802) experimentierte u.a. als einer der ersten Wissenschaftler in Deutschland mit der optischen Telegraphie und baute ein Dampfwagenmodell, dessen Fahrfertigkeit später Karl Benz als Assistent am physikalischen Kabinett mit Begeisterung erprobte. Bei seinem ersten Treffen mit Mesmer lies er sich jedoch nicht von dessen neuer Lehre überzeugen. Erst eine Entsendung nach Straßburg und ein Treffen mit Lavater führten dazu, dass er nach seiner Rückkehr offen für Magnetismus und Somnambulismus eintrat. "Sein Ruf verbreitete sich derartig, dass von weit und breit Patienten und Schüler herbeiströmten" (Schroeder, Geschichte des Lebensmagnetismus S. 348). Boeckmann war neben Gmelin in Heilbronn und Wienholt in Bremen einer der Ersten die Mesmers Lehre in Deutschland verbreiteten. - Stellenweise etwas stockfleckig bzw. gebräunt, sonst gut erhalten. - Tinterow Collection 26; Crabtree 157; Kirchner 3635; Ackermann II, 784 (nur 5 Stücke).


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