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Artikel 41688-05


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41688-05  Mechel, Christian von.
Die eiserne Hand des tapfern deutschen Ritters Götz von Berlichingen wie selbige noch bei seiner Familie in Franken aufbewahrt wird, sowohl von Außen als von Innen dargestellt, nebst der Erklärung ihres für jene Zeiten von fast dreihundert Jahren sehr merkwürdigen Mechanismus; ferner einer kurzen Lebensgeschichte des Ritters besonders in Bezug auf die Hand. (45,5 x 30,5 cm). (2) 10 S. Mit 2 Kupfertafeln und 2 doppelblattgroßen Tafeln in Aquatinta. Bedruckte Original-Broschur in bedruckter Original-Halbleinwand-Mappe.
Berlin, Decker, 1815.
Einzige Ausgabe dieses seltenen und interessanten mechanisch-orthopädischen Werkes, hier mit dem meist fehlenden Widmungsblatt. - Die eiserne Hand ist das bekannteste und berühmteste Beispiel einer Prothese zum Extremitätenersatz. Den Entwurf dazu hat Götz von Berlichingen selbst ausgedacht. Nach ihm wurde sie angeblich vom Waffenschmied in Olnhausen im Jahre 1504 ausgeführt. Die hier vorgestellte Hand ist die zweite Hand, ca. 1530 entstanden und mit einer wesentlich komplexeren Mechanik ausgeführt. Die Finger dieser eisernen Hand waren über Zahnrädchen und Achsen einzeln beweglich und konnten mit der gesunden Hand verstellt werden. Die beiden Kupfertafeln zeigen ein Porträt des Ritters und eine Ansicht der Burg von Jagsthausen, die beiden Aquatinten veranschaulichen die Hand und ihre kunstvolle Mechanik. Mechel, der den Auftrag hatte, die Hand zu zeichnen, zerlegte diese dazu, war aber später nicht mehr in der Lage, sie richtig zusammenzusetzen, ein Finger blieb steif und konnte nicht mehr repariert werden. - Kleiner Namensstempel auf Umschlag. Rücken mit Leinenstreifen verstärkt. Leicht bestoßen. Mappe stärker berieben und ohne Bindebänder. Insgesamt gut erhalten

2.800 €