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Artikel 89316-03


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89316-03  Hahn, Philipp Matthäus.
Beschreibung einer Rechnungs-Maschine, wodurch man ohne Mühe, durch bloße Herumführung eines Triebels, die vier gewöhnlichen Rechnungs-Arten verrichten kann. SS. 137-154. In: Der Teutsche Merkur. Hrsg. C. M. Wieland. Erstes (und zweites) Vierteljahr 1779. 2 Teile in 1 Band. (18 x 10 cm). 287 S.; 287 S. Mit 2 gefalteten Musikbeilagen. Dekorativer Halblederband der Zeit.
Weimar, 1779.
Erste Ausgabe der ersten Beschreibung seiner berühmten Rechenmaschine. Nach über achtjähriger Entwicklungszeit und vielen Verbesserungen veröffentlicht Hahn schließlich 1779 die hier vorliegende Beschreibung, in der er den Aufbau und die Funktionsweise seiner Maschine erläutert. - "Es ist Hahns Verdienst, die erste für das Rechnen in allen vier Arten wirklich brauchbare Rechenmaschine geschaffen zu haben" (Engelmann, Hahn). Diese Aussage ist nicht ganz zutreffend, da bereits 50 Jahre früher Leupold, Braun und Vayringe funktionstüchtige Maschinen bauten. Hahns Maschine geht aber in einem wichtigen Punkt über diese Geräte hinaus: sie enthält erstmals ein mehrstelliges Umdrehungszählwerk ohne Zehnerübertrag. Zudem verwendet er bereits die Leibniz'sche Staffelwalze. Da im 17. und 18. Jahrhundert keine schriftlichen Quellen darüber bekannt sind, liegt die Vermutung nahe, dass Hahn die Staffelwalze erneut erfunden hat. - Auf Seite 194 des ersten Vierteljahresbandes kündigt Wieland bereits die Hahn'sche Erfindung an. - Vorsatz mit gelöschtem Stempel. Sehr vereinzelt gering gebräunt bzw. leicht braunfleckig. Insgesamt schönes und gut erhaltenes Exemplar. - P. M. Hahn. Ausstellung des Württembergischen Landesmuseums, Band I, S. 540 (HWV 7.26)

2.600 €