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Artikel 105897-01


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105897-01  Östliches Kriegstheater, Provinz Preußen,
Festung Graudenz. 1806/07 und 1812/13. Deutsche Handschrift auf Papier. (33 x 20,5 cm). 10 (1w) Bll., davon 17 S. halbspaltig beschrieben. Lose Doppelblätter, unbeschnitten.
Ohne Ort, (Ca. 1814).
Rohmanuskript einer umfassenden Abhandlung über die strategische Bedeutung der 1776-1789 von Friedrich dem Großen angelegten starken Festung an der Weichsel in der Nähe der westpreußischen Stadt Graudenz. Beschrieben wird die Situation nach der fast einjährigen Belagerung durch napoleonische Truppen im Jahre 1807, in der sich die Festung unter Wilhelm de Courbière noch weit über den Friedensschluss von Tilsit hinaus siegreich zu behaupten wusste. Im Folgenden erörtert der Verfasser kritisch, ausführlich und detailliert eine Reihe von Möglichkeiten, zusätzliches Gelände zur Verstärkung des Schutzes - auch der Stadt Grauden - zu gewinnen und zu befestigen. Bei seinen Überlegungen werden sowohl die Weichsel als auch die Flüßchen Osfa und Trinke (im Manuskript: Trineke) für den Ausbau in Betracht gezogen. Dabei wird deutlich, dass trotz der überstandenen Abwehr der französischen Armee nach wie vor die Hauptgefahr im Osten, in Russland und Polen, gesehen wird. Da überall die lokalen Verhältnisse zur Sprache kommen, bietet der Aufsatz eine wertvolle Beschreibung der Festung und ihrer Umgebung, wie sie ein geographischer Führer kaum besser hätte erstellen können. Das Manuskript zeigt eine Fülle von Verbesserungen, Streichungen, Änderungen und Einschüben, aus denen die Überlegungen, Bedenken und Folgerungen des Verfassers bei der Entstehung des Textes erkennbar werden. Seine sorgfältige Analyse dieser Grenzfestung bildet einen wichtigen Baustein zur Geschichte Westpreußens. - Gut erhalten

380 €