Titelbild im Header 1 (mit Logo)
Home     Catalogue     About us     Full-text Search     Tag search     Purchase    

Artikel 111704-01


Bild von Artikel 111704-01

111704-01  Furttenbach, Joseph.
Halinitro-pyrobolia. Beschreibung einer newen Büchsenmeisterey. Ulm. Saur. 1627. (31 x 21 cm). (20) 107 S. Mit gestochenem Titel und 45 doppelblattgroßen Kupfertafeln. - Beigebunden: Derselbe. Architectura martialis: Das ist außführliches Bedencken uber das zu dem Geschütz und Waffen gehörige Gebäw: Darin... in was gestalt ein wolgeordnetes Zeug- und Rüst-Hauß... auffzubawen. Auch wie dasselbe mit Geschütz, Waffen und Rüstungen solle außgestaffiret werde(n). (14) 93 (3w) S.; (2) 22 S.; 4 Bll., 16 Doppelseiten. Mit 12 doppelblattgroßen Kupfertafeln und 2 gefalteten Tabellen. Moderner Halbpergamentband.
Ebendort, 1630.
Zu I: Einzige Ausgabe eines der bedeutendsten Artillerie- und Waffenbücher des 17. Jahrhunderts. In seinem Frühwerk macht Furttenbach den Leser mit der italienischen Kriegskunst vertraut, die er sich während seines einjährigen Aufenthalts an der berühmten Kriegsakademie des Guilio Parigis in Florenz angeeignet hat. "Furttenbachs Werk ist in gewissem Sinne eine Ergänzung zu dem des Wallhausen, namentlich insofern es den Hauptnachdruck auf das Feuerwerk und das Werfen aus Mörsern legt" (Jähns). Die von Raphael Custodis gestochenen Kupfertafeln in klaren, tiefschwarzen Abdrucken zeigen u.a. Geschütze, Feuerwerkskörper und Messinstrumente sowie ballistische Darstellungen. - Jähns II, 998-1001; Ornamentstichkatalog 3294; Cockle 692; Lipperheide Qb 36; VD17 23:270319A; Libri rari 109; Philip F130.1. - Besondere Beachtung verdient das zusätzliche Blatt mit Erklärungen der chemischen Symbole, dem Namenszug "Joseph Furttenbach" und einem Siegel mit seinem Wappen. - Zu II: Einzige Ausgabe dieses klassischen Werkes zur Militärarchitektur mit den Anhängen "Giornal" und "Schuld Buch" sowie 2 meist fehlenden gefalteten Beilagen "Inventarium uber das Schuldbuch". Gleichzeitig eines der Hauptwerke des aus Leutkirch stammenden Ulmer Stadtbaumeisters. "Sein Hauptverdienst ist der Ausbau Ulms zu einer der stärksten Festungen der damaligen Zeit. (Seine Schriften) fassen das technische Wissen seiner Zeit in klarer Form zusammen" (NDB). Die Tafeln zeigen die Ansicht und den Grundriss eines Zeughauses sowie Kanonen und Munition. - NDB 5, 736; Jähns II, 1001; VD17 23:270303Y; Cockle 824. - Mit gestochenem Exlibris. Die Tafeln teils mit schwachem Abklatsch. Stellenweise mit meist schmalem braunen Fleck am unteren weißen Rand, sonst ziemlich sauber und wohlerhalten

5.800 €